Osteopathie Behandlung – Leistungen

Zu Beginn der Behandlung erfrage ich Ihre Krankengeschichte, anschließend erfolgt die Untersuchung. Die sich daraus ergebende Behandlung wird ausschließlich mit den Händen durchgeführt. Gerade die Osteopathie eröffnet aber auch die Dimension, Test und Intervention eins werden zu lassen - im Kontakt mit dem Gewebe, den Bewegungsspielraum erspürend, Spannungen ertastend, Gewebezüge wahrnehmend, die Dynamik der Organe erfahrend, direkt oder indirekt beeinflussend und spüren, wie der Organismus reagiert.
Entsprechend Ihrer Verfassung kann die Behandlung sehr sanft oder auch intensiv sein. Diese erfolgt aber nie hart. Manipulationen an der Wirbelsäule führe ich nicht durch. Ich möchte Ihrem Körper Raum geben, mithilfe von Spannungslösung, Mobilisation und anderer Verfahren, Bewegungseinschränkungen von selbst, sanft und nachhaltig, aufzulösen.

Von mir präferierte Behandlungsmethoden

Fascilance

Das Besondere an dieser Methode der Faszienbehandlung ist das Ertasten nicht nur struktureller Veränderungen in den Faszien, sondern vor allem qualitativer Dysbalancen. Dies erfordert eine hohe Sensitivität. Auch die Balancierung dieser Dysbalancen erfolgt sehr feinfühlig.
Bei normaler oder guter Empfindungsfähigkeit des Patienten lassen sich die faszialen Veränderungen für diesen mitverfolgen und können sich wie leichte Ausstrahlungen, z.B. in Form von Strom oder Wärme anfühlen.

Aus osteopathischer Sicht bzw. aus Sicht der Fascilance sind Schmerzen oft verbunden mit qualitativen faszialen Dysbalancen. Schafft es der Körper diese zu beheben, was unter anderem durch einen Therapeuten gelingen kann, der als Katalysator fungiert, lösen sich auch die Schmerzen.

Da Faszien nicht nur stark nozizeptiv innerviert sind, also schmerzsensitiv sind, sondern auch stark propriozeptiv wirken, über z.B. Muskelspindeln, genauer Faszienspindeln, das heißt ständig genaue Informationen über Spannung in den Muskeln bzw. Faszien und über die Gelenkstellung in erster Linie zum Kleinhirn senden, spielen diese auch eine fundamentale Rolle bei Bewegung.
Ohne die Informationen aus den Faszien sind wir z.B. nicht mehr in der Lage zu Gehen.
Das Kleinhirn beherbergt übrigens, nicht zufällig, 50 % aller unserer Nervenzellen.
Es bekommt aus allen Sinnesorganen Informationen und beeinflusst sämtliche relevanten Bewegungszentren.
Diese Sichtweise auf das Zusammenspiel von Faszien und Bewegungsssteuerung erklärt, warum Dysbalancen in den Faszien zu neurologischen Symptomen wie Kraftverlust, Koordinationsstörungen oder Schwindel führen können. Sind die Faszien für die neurologischen Symptome verantwortlich führt die Balancierung der Faszien zu deren Normalisierung.

Neurofunktionelle Integration

Dieses Behandlungskonzept entwickelte sich aus dem Neurologischen Integrationssystem, NIS, von dem Osteopathen Dr. Phillips aus Neuseeland und ist Teil der Neurointegrativen Medizin.
Es beruht auf Erkenntnissen der Anatomie, Physiologie, Physik, Neurowissenschaft, Osteopathie, Akupunktur und Kinesiologie.

Nehmen wir einmal an Sie kommen wegen Nackenbeschwerden in die Praxis:

Nacken, Augen, Gleichgewichtsorgane und Kleinhirn bilden eine Funktionseinheit, arbeiten also unmittelbar zusammen.
Die Untersuchung kann nun zum einen funktionell erfolgen. Z.B. lassen sich die Augenmuskeln über den Blick in verschiedene Richtungen testen und der Untersucher achtet auf Auffälligkeiten.
Zum anderen kann diese mithilfe einer kinesiologischen Testung durchgeführt werden.

In diesem Fall kombinieren wir den Sehtest mit einem Krafttest, normalerweise wird dies über einen Arm durchgeführt. Läßt die Armkraft z B. beim Sehen nach rechts nach, ist dies ein deutlicher Hinweis darauf, dass das Sehen nach rechts Ihrem Körper schwerfällt.
Nun kann über den Arm getestet werden, welcher Kontakt am Nervensystem hilft, dass der Arm seine Kraft beim Sehen nach rechts behält. Nehmen wir an Sie blicken nach rechts und ein Kontakt zum Kleinhirn hilft, dass der Arm wieder stark ist. Nun muß dies über Kontakte und Wiederholung integriert werden.
Diese und die Behandlung weiterer Auffälligkeiten kann dazu führen, dass sich Ihre Nackenprobleme lösen.

Natürlich arbeite ich auch mit bekannten Verfahren wie Testung der Beweglichkeit von Gelenken und deren Mobilisation.

Behandlungsdauer

Die Behandlungsdauer beträgt durchschnittlich 50 Minuten.
Bei leichten Störungen können 1-3 Behandlungen genügen, bei chronischen Beschwerden sind initial 6 Behandlungen sinnvoll.
Sollten die Beschwerden großflächig oder sehr stark sein oder sollten mehrere Beschwerdebilder vorliegen, ist es sinnvoll wenn Sie für eine deutliche und nachhaltige Veränderung einen längeren Behandlungszeitraum einplanen.
Zwischen zwei Osteopathiebehandlungen sollte anfangs eine Woche liegen. So kann die Behandlung nachwirken und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiv werden.
Bei fortschreitender Behandlung kann sich der Abstand verlängern.

Voraussetzungen

Bitte bringen Sie schriftliche Befunde über Diagnosen, z.B. vom MRT, mit. Zudem benötige ich eine Angabe zu Ihrer aktuellen Medikation.

Ich behandele nicht:

  • Akute Infektionen
  • Tumorerkrankungen
  • Psychische Erkrankungen
  • Säuglinge und Kleinkinder

Kosten

Ostheopatische Behandlungen gehören nicht zu den Regelleistungen gesetzlicher Krankenkassen. Teilweise werden die Kosten von Krankenkassen allerdings übernommen.
Wenn Sie Kassenpatient sind benötigen Sie für eine mögliche Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse ein Rezept über Osteopathie von Ihrem Arzt. Als Privatpatient benötigen Sie für eine Kostenübernahme normalerweise kein Rezept. Ein Direktkontakt ist immer möglich.
Auf jeden Fall ist es sinnvoll vor einer Behandlung mit Ihrem Versicherer die Kostenübernahme abzuklären.

Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte gerne an mich.