Loge-de-Guyon-Syndrom

Am Handgelenk, an der Handinnenseite, kleinfingerseits, verläuft der Nervus ulnaris durch eine Loge im Handgelenk. Selten tritt dort eine Kompression auf. Als Ursache kommen Fahrradfahren, Laufen mit Krücken und andere Dauerbelastungen des Handgelenkes in Frage.

Meist äußert sich eine Problematik dort nur in einer diskreten Gefühlsstörung, Taubheit / Hypästhesie oder Kribbeln / Parästhesie an der Kleinfingerseite der Handinnenfläche. Selten kann auch eine leichte Schwäche der Fingermuskulatur auftreten.

Häufiger wird der Nervus ulnaris etwas hinter der Loge de Guyon, also etwas fingerwärts komprimiert. Die Ursachen bleiben wie oben erwähnt. Sensibilitätsänderungen an der Haut treten dann nicht mehr auf, können jedoch ggf. in der Tiefe der Muskulatur zu spüren sein. Muskelschwäche / Paresen der Handmuskulatur sind hierbei häufiger. Muskelschwund / Atrophien der betroffenen Muskeln können entstehen.

Durch eine eingehende Befragung und Tests läßt sich oft schon eine Diagnose stellen. Bei Unsicherheit kann ein Neurologe mittels elektrischer Messungen, Ultraschall oder anderer Verfahren, Diagnosen erhärten oder deren Wahrscheinlichkeit minimieren.

Therapie in der Osteopathie

Entscheidend sind Veränderungen in Bezug auf den auslösenden Faktor vorzunehmen. Wenn die Problematik durch das Fahrradfahren ausgelöst wird, kann eine Veränderung des Vorbaus oder am Lenker oder der Art des Festhaltens am Lenker eine Besserung bewirken. Diese kann unterstützt werden z.B. durch Dehnungs- und Lockerungsübungen oder durch Balancierung der faszialen Spannung.