Morton-Metatarsalgie / Morton-Neuralgie

Morton-Metatarsalgie ist ein selten erkanntes und nur selten auftretendes Krankheitsbild bei ca. 3% der Patienten mit Vorfußbeschwerden.

Es äußert sich als belastungsabhängiger Schmerz im Vorfuß mit Ausstrahlung in die mittleren Zehen, besonders beim Tragen enger Schuhe. Die Schmerzen können blitz- oder attackenartig auftreten und halten zuweilen nach der Belastung noch an. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Das Tragen von Einlagen kann die Problematik verstärken.

Als Ursache wird die Verdickung eines Schleimbeutels mit daraus resultierender Verlagerung des Interdigitalnervs zwischen die Köpfe der Mittelfußknochen angenommen, welcher dort komprimiert wird.

Differentialdiagnostisch kommen fasziale Dysbalancen, Spreizfußbeschwerden und Sehnenreizungen in Frage.

Therapie in der Osteopathie

Entscheidend ist die genaue Untersuchung. Liegt wirklich eine Morton-Metatarsalgie vor? Meist handelt es sich meiner Erfahrung nach um eine fasziale Dysbalance. Um die Diagnose abzusichern, können Spezialisten eine Ultraschalluntersuchung des Vorfußes vornehmen. Sollte die Morton-Neuralgie bestätigt werden, ist eine Behandlung aufgrund der Schleimbeutelreizung und der Verlagerung des Nerven und der hohen Belastung beim Gehen langwierig und schwierig.